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Das Bundesparlament und alle grossen bürgerlichen Parteien haben sind sich einig, dass die Gewährleistung einer glaubwürdigen öffentlichen Sicherheit in der Schweiz keine Staatsaufgabe mehr sein soll. Die Armee als Garant unserer Sicherheit wird Modeströmungen geopfert.



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Argumentarium



Was passiert, wenn unsere Schweizer Armee halbiert wird ?


  • Die Schweiz wird wehrlos
    Die gefährlichsten Bedrohungen können nicht mehr abgewehrt werden (Angriffe aller Art von aussen, Terror-Attacken, Innere Unruhen, ....). Kleineren Bedrohungen kann nur noch zeitlich und räumlich eng begrenzt begegnet werden. Die Folgen wären unermessliches Leid für die Bevölkerung und gigantische Zerstörungen von Eigentum und Infrastruktur.
  • Fundament unseres Staates wird zerstört
    Die Sicherheit ist das Fundament unserer Gesellschaft, unseres Friedens und unserer Freiheit. Alles andere ist Zugabe. Die Schutz von Land und Leuten ist die Voraussetzung unseres Staates. Dieses Fundament wird vorsätzlich, grundlos und leichtsinnig abgebrochen und verschwindet unwiederbringlich.
  • Bundes-Verfassung wird missachtet
    Artikel 58 unserer Bundesverfassung schreibt vor: «Die Armee ... verteidigt das Land und seine Bevölkerung». Diese Bestimmung kann von einer halbierten Armee nicht erfüllt werden, sie ist dazu viel zu schwach. Es bleibt eine «Rumpf-Überwachungstruppe» ohne Durchhaltefähigkeit. Nicht einmal die kritische Infrastruktur kann ausreichend geschützt werden.
  • Glaubwürdigkeit geht verloren
    Eine nochmals halbierte Armee ist nicht mehr glaubwürdig. Die bisherige Abschreckungs-Wirkung geht verloren. Die Schweiz macht sich so zum lohnenden Angriffs- und Terror-Ziel. Die Bevölkerung wird einen hohen Preis dafür bezahlen.
  • Standort-Vorteil wird aufgegeben
    Sicherheit war bisher ein wichtiger Standort-Vorteil unseres Landes. Sie wird aufgegeben. Unternehmungen werden das unsichere Land verlassen, viele junge Schweizer und Schweizerinnen werden in sichere Länder auswandern bevor es zu spät ist.
  • Staatswesen kapituliert
    Die Auffassung, dass die Sicherheit keine zentrale Staatsaufgabe mehr sein soll, wird eine verheerende Signalwirkung auslösen. Der Verzicht auf die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit mit staatlichen Mitteln ist die Kapitulation unseres Staatswesens, wie wir es bisher kannten.
  • Berufsarmee wird vorbereitet
    Höhere Kaderfunktionen sollen neu hauptsächlich von Berufs-Militärs besetzt werden. Eine Berufs-Armee kann gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt werden. Die bisherige Miliz-Volks-Armee nicht, sie schützte immer den Willen des Volkes.
  • Sozialer Zusammenhalt erodiert
    Die durch die bisherige allgemeine Wehrpflicht gebildete Solidarität aller sozialen Schichten des Volkes wird untergraben. Das früher ganz besonders in gemeinsamen Militärdienstleistungen gelebte und über Jahren gefestigte gute Verständnis füreinander geht verloren. Es wird abgelöst durch das Motto «jeder für sich allein», mit verheerenden Auswirkungen auf unser gesellschaftliches Zusammenleben und auf unseren sozialen Frieden.
  • Armee verliert Rückhalt in Volk und Wirtschaft
    Die Armee verliert den Rückhalt in der Bevölkerung. Wenn nur noch jeder Achtzigste Militärdienst leistet, werden die Militärangehörigen zur Randgruppe degradiert. Da sie Wiederholungskurse leisten müssen, werden sie von der Wirtschaft bei Personal-Einstellungen zunehmend benachteiligt.
  • Völkerrecht wird verletzt
    Die verlorengehende Abschreckungs-Wirkung gegenüber allen möglichen Angreifern ist die weitgehende Preisgabe der seit dem Wiener Kongress 1815 völkerrechtlich verankerten Politik der bewaffneten Neutralität. Nur eine glaubwürdig bewaffnete Neutralität wird respektiert. Mit der Halbierung der Armee bildet die Schweiz ein gefährliches Sicherheits-Vakuum inmitten Europas.
  • Jugend wird missbraucht
    Der bisherige Stolz, Angehöriger einer starken und glaubhaften Armee zu sein, wird Vergangenheit. Die Jungen haben verständlicherweise keine Lust, «Kanonenfutter» in einer Schein-Armee zu spielen und ziehen die Konsequenzen. Sie werden sich von der Armee verabschieden.
  • Die Schweiz wird noch erpressbarer
    Fehlende Fähigkeit zur Selbstbehauptung der Schweiz und fehlender Wehrwillen machen Bundesrat und Parlament noch anfälliger für Erpressung und Nötigung. Die Schweiz wird zum Spielball fremder Mächte.
  • Steuerzahlende werden betrogen
    Bürger und Bürgerinnen sollen brav und unvermindert ihre hart erarbeiteten Steuergelder in die Bundes-Kasse einzahlen, dafür aber auf die bisherige Dienstleistung der «öffentlichen Sicherheit» verzichten. Das ist vollendeter Betrug und Verrat an Volk und Wirtschaft.
  • Miliz-Armee erhält den Todes-Stoss
    Unsere Armee war bisher ein Abbild unserer Zivilgesellschaft. Berufsleute aus allen Fachgebieten brachten ihre Kenntnisse und Erfahrungen in den Militär-Dienst ein. Davon profitierte die Armee enorm. Dafür beneideten uns ausländische Militär-Experten sehr. Die Armee-Reform wird diesem Miliz-Prinzip den Todes-Stoss versetzen, da der Zugang zu militärischer Weiterausbildung für Miliz-Soldaten erschwert werden soll.
  • Vereine brechen zusammen
    Der dramatische Kahlschlag wird einen katastrophalen Mitgliederschwund in Schützenvereinen, Unteroffiziers-Vereinen, Offiziersgesellschaften und militärischen Fach-Vereinen bewirken. Viele davon werden zur Auflösung gezwungen werden. Ein wichtiger Teil der eidgenössischen Vereins-Kultur geht unwiderruflich verloren.
  • Volkswirtschaft wird schwer geschädigt
    Touristen aus der ganzen Welt werden eine unsichere Schweiz meiden und ihre Ferien stattdessen in sicheren Ländern buchen. Unternehmen und besorgte junge Leute verlassen eine unsicher gewordene Schweiz. Anleger werden ihr Geld aus der Schweiz abziehen. Arbeitsplätze gehen verloren. Immobilien-Preise werden sinken. Die Banken werden von Immobilien-Eigentümern Rückzahlungen verlangen, Immobilien zwangsversteigern und Hauseigentümer in den Ruin treiben.
  • Kantone werden im Stich gelassen
    Die Bevölkerung der Kantone wird ihrem Schicksal überlassen. Bei grösseren Ereignissen bleiben für die Kantone kaum noch militärische Kräfte übrig. Schon gar nicht durchhaltefähig über 7 mal 24 Stunden und über mehrere Wochen oder Monate hinweg. Ruhe und Ordnung können nicht mehr aufrechterhalten werden. Die kritischen Infrastrukturen können nicht mehr geschützt werden (Energie, Wasser, Nahrungsmittel, Verkehr, Spitäler, Behörden usw), die Versorgung wird zusammenbrechen.
  • Bürger und Bürgerinnen bewaffnen sich
    Bürger und Bürgerinnen merken, dass ihnen der Staat nicht mehr helfen kann. Beispielsweise im Fall innerer Unruhen. Sie werden für ihre Sicherheit selber sorgen müssen und sich mit Waffen ausrüsten, um sich und ihre Familien im Notfall wirkungsvoll schützen zu können.
  • Historischer Fehlentscheid kann nicht korrigiert werden
    Im Ernstfall reicht die Zeit nicht, die Armee rechtzeitig wieder aufzubauen. Die früher gepriesene «Wiederaufwuchs-Option» ist nicht mehr Bestandteil des Armee-Konzeptes! Für jeden Wiederaufbau-Versuch ist es zu spät. Die Aufhebung vieler Militärspitäler, Tanklager, Lebensmittel-Lager, Führungs-Zentren, Festungsanlagen, Werkstätten, Flugplätze, Unterkünfte und Waffenplätze schwächt die Armee massiv. Diese Aufhebungen werden definitiv und unwiderruflich sein.
    Zudem wurde in den letzten Jahren viel noch einsatzfähiges Material unnötig vernichtet. Wie eine Feuerwehr, die ihre alten Schläuche wegwirft, bevor neue da sind.

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Vollenweider Willi

Willi Vollenweider