«WEA» für Bürger/innen


auf dieser Seite erkläre ich Ihnen von Bürger zu Bürger, was am Vorhaben «WEA» (irreführend und schönfärberisch Weiterführung der Armee genannt) alles falsch ist und weshalb das Schweizer Volk einem solchen Sicherheits-Selbstmord auf gar keinen Fall zustimmen darf!
Und schon gar nicht auch noch unsere Steuergelder und Abgaben dafür zahlen muss.
Willi Vollenweider

«WEA» für «Normalbürger»
(sogenannte «Weiterentwicklung(?)» der Armee, in Tat und Wahrheit aber «Weiter-Eliminierung der Armee» oder noch zutreffender: «Teilabschaffung der Armee WEA»)

  1. Grösse der Armee
    Das Schweizer Volk hat die Grösse der Armee in der Volksabstimmung vom 18. Mai 2003 auf 220'000 festgesetzt. Das VBS gibt jetzt zu, dass es diese Vorgabe seit Jahren nicht mehr erfüllt, ohne etwas dagegen unternommen zu haben (Amtspflichtverletzung). Aufgepasst hat niemand, schon gar nicht das Parlament, dem eigentlich die Aufsichts-Pflicht obliegen würde. 
    Selbstverständlich ist die Grösse einer Armee sehr wichtig. (Selbstverständlich auch die verfügbaren Waffen.)
    Mit noch 24'000 Infanteristen (bei Voll-Mobilmachung), wie vom Bundesrat vorgeschlagen, verbleiben bei vier Ablösungen aber gerade mal 6'000 Infanteristen, die gleichzeitig in einem Notfall im Einsatz stehen können. Also bei einer Fläche von 41'285 Quadrat-Kilometern ein einziger einsamer Infanterist pro sieben Quadratkilometer!
    Die heutige Armee hat mit dem verfassungsmässigen Bestand von 220'000 ein Mehrfaches davon! Nicht nur etwa doppelt soviele, sondern ein Mehrfaches (vier Infanterie-Brigaden und drei Gebirgs-Infanterie-Brigaden die nun allesamt in der neuen WEA-Armee abgeschafft werden sollen).
  2. Vernichtung von Bauten und von Material
    Das sogenannte «Stationierungskonzept der WEA» hat verheerende Konsequenzen: Wir sprechen bei den Bauten, welche das VBS zerstören will, nicht von veralteten Festungen aus dem Zweiten Weltkrieg, sondern von modernen Führungsanlagen, unterirdischen Militärspitälern, wertvollen Versorgungs-Einrichtungen und -Lagern, modernsten Artillerie-Stellungen, ganzen Militär-Flugplätzen und dergleichen.
    Wir sprechen beim Material, welches das VBS vernichten will, nicht von verrosteten Fahrzeugen aus dem zweiten Weltkrieg, sondern von modernen Leopard-2-Kampfpanzern, von Fahrzeugen mit ganz wenigen Kilometern Fahrleistung (Bsp Saurer 6x6), von kampfwertgesteigerten Schützenpanzern (Spz 63/89 M113), von modernem Übermittlungs-Material und dergleichen.
    Der Bundesrat will diese Systeme nicht etwa einmotten, sondern für teures Geld (1 Mia CHF) zurückbauen resp entsorgen. Unwiderruflich.
    Auch bei einer Verschlechterung der internationalen Sicherheits-Lage kann dieses voreilig entsorgte Material und rückgebaute Infrastrukturen dann nicht mehr «hervorgezaubert» werden. Sie sind dann ganz einfach weg! Nicht mehr da. Unwiederbringlich! Un-umkehrbar. 
    Jeder, der diesem verheerenden Treiben tatenlos zuschaut, macht sich zum Mit-Täter bei der Aufhebung der Selbstbehauptungs-Fähigkeit der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

    Ganz abgesehen von der Idiotie aus militärischer Sicht ist das «Stationierungskonzept der WEA» eine gigantische Verschwendung von Steuermitteln. Siehe dazu auch meine Rubrik «Betrug an Bürger/innen».
  3. Mobilmachung
    Die jetzige Armee-21 (A XXI) behauptet, ca 25'000 Soldaten in 20 Tagen ausrüsten zu können. Die vorgeschlagene neue Armee soll 35'000 Soldaten in 10 Tagen ausrüsten können. Der Konflikt ist dann natürlich längst vorüber.
    Früher hatte jeder Soldat auf der Umschlagsseite 2 seines Dienstbüchleins einen eingeklebten Mobilmachungs-Zettel, der ihm genau angab, wohin er im Fall einer Mobilmachung einzurücken hätte (genaue Ortsbezeichnung). Die Mobilmachung konnte über Radio und Fernsehen, über Plakate usw jederzeit ausgerufen werden. Innert Stunden wären die ersten Soldaten am Organisations-Platz eingetroffen. Innert Stunden wären die Material-Fassungs-Detachemente in «ihren» Zeughäusern und Armee-Motorfahrzeug-Parks AMP eingetroffen und hätten das dort für ihre Einheit eingelagerte Material abgeholt. Innert Stunden wäre somit eine erste Kampfbereitschaft erstellt worden. Das Gros der Truppe wäre nach einem Tag eingetroffen und hätte sich in den befohlenen Einsatz-Raum verschieben können, um sich dort einzurichten, Betriebsbereitschaft zu erstellen und mit Übungen zu beginnen, um die Fertigkeit mit Waffen- oder technischen Systemen wieder auf einen guten Stand zu bringen.
  4. Flugplätze
    Zahlreiche Flugplätze der Schweizer Armee sind bereits aufgehoben worden: Ambri TI, Frutigen BE, Interlaken BE, Lodrino TI, Mollis GL, Münster VS, Raron VS, Reichenbach BE, Saanen BE, Samedan GR, San Vittore GR, Kägiswil OW, St.Stephan BE, Thun BE, Turtmann VS, Ulrichen VS, Zweisimmen BE.
    Mit dem neuen Armee-Konzept sollen nun drei weitere Jet-Flugplätze entsorgt werden: Buochs NW, Dübendorf ZH, Sion VS.
    Es verbleiben somit von ursprünglich über 20 Militärflugplätzen nur noch deren zwei, nämlich Payerne und Meiringen (Emmen immerhin noch als Werk- und Ausbildungs-Flugplatz und als Ausweich-Platz). Dazu noch ein paar Heli-Standorte wie beispielsweise Alpnach (früher Jet-Flugplatz).
    Die Konzentration unserer Kampf-Jets (F/A-18 und F5) auf gerade noch zwei Plätze ist Schwachsinn. Sie ermöglicht es sogar einem terroristischen Angreifer, unsere Luftwaffe mit zwei Terror-Anschlägen sozusagen mühelos ausser Gefecht zu setzen. Für einen ernstzunehmenden Gegner genügen ganz wenige Cruise-Missiles (Marschflugkörper), und unsere teuren Kampfjets bleiben am Boden.
    Mit diesem Entscheid wird der Armee auch die Grundlage entzogen, weitere Kampf-Jets zu beschaffen. Wo sollen diese denn stationiert werden?
    Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass der Schweiz seit Jahren Kampf-Helikopter fehlen? Deren Boden-Infrastruktur ist (da mobil oder stark dezentralisiert) nicht leicht verwundbar. Und sie wären ein Kampfmittel, das der schweizerischen Topographie hervorragend angepasst wäre. Auch in der neuen Armee-Konzeption ist davon keine Rede. Einfach unglaublich.
    Die sogenannte WEA-Armee versetzt unserer Luftwaffe den Todes-Stoss. Sie wird sich davon nie wieder erholen.
  5. Logistik (Versorgung)
    Das VBS liess sich anfangs unseres Jahrhunderts von teuer eingekauften Beratungs-Firmen (anglo-amerikanischer Provenienz) beraten, wie die Armee-Logistik neu zu organisieren wäre. Wie wenn die Armee und ihre bestbezahlten VBS-Führungskräfte nicht wüssten, wie die Logistik der Armee zu organisieren ist! Unglaublich.
    Den vor allem finanziell, aber fachlich kaum hochdotierten Beratern gelang das Unfassbare: Sie überzeugten die VBS-Führung, dass die Logistik nicht mehr nach militärischen, sondern neu nach rein betriebswirtschaftlichen Prinzipien organisiert werden müsse.
    Folglich: Zentralisierung der gesamten Armee-Logistik auf gerade noch fünf Standorte (Grolley, Othmarsingen, Hinwil, Monteceneri, Thun). Im Ernstfall mobilisierende Truppen-Einheiten warten infolge dieses Flaschenhalses tagelang, bis sie von einer Versorgungs-Staffel (Bring-Prinzip statt des früher bewährten Hol-Prinzipes) an ihrem Organisations-Platz mit ihrem Korps-Material versorgt werden.
    Die Massierung des gesamten Armee-Materials auf fünf Standorte bringt das enorme Risiko mit sich, dass ein Gegner (egal ob terroristisch oder konventionell) lediglich diese fünf Standorte eliminieren muss, um die gesamte Armee ihres gesamten Korps-Materials zu entledigen!
    Die Rückführung der Armee-Logistik-Organisation auf den früheren Stand ist unumgänglich und muss rasch in Angriff genommen werden! Die WEA unterlässt dies!
  6. Ausrüstung
    Die Behauptung des VBS, das Geld reiche für die vollständige Ausrüstung der 220'000 «Mann»-Armee nicht aus, ist einfach zu widerlegen. Erstens hatte die Schweiz noch nie eine durchgehend auf High-Tech-Standard ausgerüstete Armee. Das braucht es auch gar nicht. Die WEA-Armee ist eine High-Tech-Armee im Westentaschenformat. Dieses Konzept ist falsch.
    Ausländische Armeen zeigen, wie man's macht. Der Ausrüstungs-Stand ist dem jeweiligen Einsatz-Spektrum anzupassen. Längst nicht alle Formationen müssen Elite-Kampf-Formationen und auf Top-Niveau ausgerüstet sein. Für Armee-Teile, welche eher im rückwärtigen Bereich und unterstützend funktionieren müssen, gibt es in den USA beispielsweise die «National Guard», in Dänemark die «Danish Home Guard» (Hjemmevaernet HJV), neuerdings auch in Russland: «Национальная Гвардия России» (National Guard of the Russian Federation).
    Die Aufteilung in eine Elite-Bundes-Armee (entsprechend den früheren Auszug-Formationen) und in eine starke «Territorial»-Armee analog der «U.S. National Guard» wurde in der Schweizer WEA-Armee-Konzeptionierung gar nie in Betracht gezogen!
  7. Gebirgs-Infanterie
    Sämtliche drei Gebirgs-Infanterie-Brigaden der jetzigen Armee-21 (A XXI) werden aufgehoben, entlassen. Ohne Ersatz.
    Wie wenn es im Alpenraum keine schützenswerten Objekte und keine schützenswerte Bevölkerung gäbe!
    Zu schützen gibt es darüber hinaus zahlreiche militärische Infrastrukturen (Radar-Stationen, Richtstrahl-Stationen, Kommandoposten, Führungs-Bunker, Flugplätze etc). Und: unterhält unsere Armee keine Sperr-Stellungen im Alpenraum mehr ? Freier Durchgang für Feinde jeglicher Art? Sind «Passages Obligés» kein Bestandteil unserer Truppenführung mehr?
    Wie will die Armee im Alpenraum folgendes schützen: Dörfer, Städte, Elektrizitäts-Werke, Stromversorgungs-Leitungen, Staudämme, Druckleitungen, Unterwerke, Pipelines, wichtige Bahnlinien, Brücken, Verkehrsknotenpunkte, wichtige Pässe, Strassen- und Eisenbahn-Tunnels Gotthard, Gotthard-Basis, Lötschberg, Furka inkl Lüftungs-Bauwerke, wichtige Fabriken, Versorgungsbetriebe, Tanklager, Lebensmittel-Lager, Einrichtungen der Wirtschaftlichen Landesversorgung BWL, und vieles weitere mehr.
    Ganz abgesehen von mehreren Hundert Kilometern Landesgrenze, welche in gebirgigem Gelände verlaufen.
    Will man diese Räume und Einrichtungen mit den zwei verbleibenden mechanisierten Brigaden schützen? Wirklich?
    Sollen die wenigen Infanterie-Bataillone der auf Unterstützungsoperationen ausgerichteten Territorialdivisionen die Lücke schliessen und Doktrin-widrig Kampfaufträge übernehmen? Grotesk.
    Die Aufhebung der gesamten Gebirgs-Infanterie ist schlicht idiotisch!
  8. Kommando-Struktur Luftwaffe
    Die Luftwaffe muss zwingend dem Oberbefehlshaber (General) direkt unterstellt bleiben. Sie verteidigt mit Fliegern und Fliegerabwehr den gesamten schweizerischen Luftraum gegen alle möglichen Eindringlinge.
    Wer in der Luftwaffe gedient hat (wie ich), der weiss, dass Führungsentscheide innert Sekunden/Minuten gefällt werden müssen. Dies im Gegensatz zur Boden-Armee. 
    Die Befehlswege müssen also so kurz wie möglich sein. Die WEA-Armee verhindert dies mit ihrer komplizierten Kommando-Struktur im Bereich der Luftwaffe.
    Seit Jahren ist im weiteren zu beklagen, dass die Logistik für das Luftwaffen-spez-Material nicht mehr Teil der Luftwaffe ist, sie wurde an die Logistik-Basis der Armee ausgegliedert. Die Luftwaffe muss deshalb Anforderungen für ihre Ersatzteile über einen komplizierten Dienstweg abwickeln. Früher war die Luftwaffen-Logistik selbstverständlich Teil der Luftwaffe selber. Damals hat sie auch reibungslos funktioniert.
  9. Kader-Ausbildung
    Die heutige Armee-21-Kaderausbildung ist schlecht. Unteroffiziere und Offiziere müssen die Rekrutenschule nicht zu Ende absolvieren, zudem müssen sie ihren Grad nicht abverdienen. Dies führte zur Heranbildung von Führungskräften, die zwar führen können, von der Sache aber keine grosse Ahnung haben. Vor allem auch keine praktische Erfahrung. Und auch keine Personal-Führungserfahrung!
    Die WEA-Armee behebt diesen Missstand nur teilweise. Offiziere müssen gemäss WEA den Unteroffiziers-Grad nicht abverdienen. Dabei ist das Führen einer Gruppe als Unteroffizier ja gerade das wichtigste Selektions-Kriterium, ob sich der Korporal zur Weiterausbildung zum Offizier eignet oder nicht! Dieser WEA-Fehler wird weiterhin zu einer fehlerhaften Selektion der Offiziersanwärter führen wie bisher.
  10. NATO-kompatible Angriffs-Armee
    Seit der Armee 21 (A XXI) wird die Schweizer Armee auf NATO-Kompatibilität getrimmt. Die beiden mechanisierten (Panzer-) Brigaden der WEA sollen gemäss Bundesrat problemlos in eine NATO-Angriffs-Streitmacht integriert werden können. Dies soll dem Vernehmen nach im Sommer 2016 sogar praktisch geübt werden (Ost-Deutschland). Es ist dies die Verabschiedung von der seit 1815 praktizierten bewaffneten Neutralität der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
    Viele Details zeugen von diesem Irrsinn. Beispielsweise hat die Armee für teures Geld mobile Militärküchen beschafft. Für Armee-Einsätze in der Schweiz braucht es diese selbstverständlich nie. Es gibt Koch-Gelegenheiten in Hülle und Fülle in Restaurants, Hotels, Mehrzweckanlagen, Zivilschutzanlagen und dergleichen. Im Ernstfall sowieso. Mobile Armee-Küchen machen nur als Teil von Angriffs-Formationen Sinn. Ein weiteres Beispiel: unsere Grenadiere tragen Wassersäcke mit sich. Wie wenn es in der Schweiz nicht allenortes Seen, Bächlein, Bäche, Flüsse und Quellen gäbe. Die bisherigen Mikro-Filter, um daraus allenfalls gereinigtes Trink-Wasser aufzubereiten, genügen vollständig. Wassersäcke sind nur für den Angriffskrieg in Steppen und Wüsten sinnvoll.
    Luftbetankung wäre noch ein Beispiel. Schweizer Kampfflugzeuge sind für Luftbetankung ausgerüstet. Wie wenn wir das in der Schweiz wirklich brauchen würden. Wie wenn wir in der Schweiz Tank-Flugzeuge hätten, die unsere Jagdflugzeuge in der Luft betanken könnten. Auch diese Eigenschaft macht nur dann Sinn, wenn geplant wird, Schweizer Kampfflugzeuge in Offensiv-Aktionen über mittlere und längere Distanzen einzusetzen. Usw usf.
    Was wir wirklich brauchen, ist ein Armee-Konzept einer reinen Verteidigungs-Armee, die auf die Schweizerischen Verhältnisse, Besonderheiten und insbesondere auf das Schweizerische Gelände zugeschnitten ist.
  11. Finanzierung der WEA 
    Ein finanzieller Voranschlag des VBS für die Jahre ab 2020 («WEA stabil») existiert nicht. Schon gar nicht im Detaillierungsgrad der bisherigen Voranschläge des Bundes (bsp VA15, VA16 usf).
    Es wird der Öffentlichkeit und dem Parlament bewusst verschwiegen, wie sich die angestrebten 5 Mia Jahresbudget auf die diversen Budgetposten aufteilen.
    Zu beachten: Das Gesamt-Budget muss auf Betriebs- und Rüstungs-Aufwand verteilt werden. Nur: der Betriebsaufwand verschlingt bereits heute schon über 80% des ganzen Jahresbudgets (1990: 45%, 2006: 61%). Damit bleiben gerade noch 1 Mia Franken pro Jahr für das Rüstungsbudget: 400 Mio Franken davon sind für Immobilien reserviert, gerade noch 600 Mio Franken bleiben für Ausrüstungs- und Erneuerungsbedarf, Projektierung, Erprobung und Beschaffungsvorbereitung sowie Munitionsbeschaffung.
    Katastrophal wirkt sich dabei das um das Jahr 2007 eingeführte sogenannte «Mietermodell V» aus (dem Bund durch externe Berater aufgeschwatzt). Das Militär muss seither für alle seine Immobilien-Objekte eine marktübliche Miete bezahlen. Wohlverstanden: Auch für Objekte, die der Armee teilweise seit langem gehören und welche über Investitions-Budgets jeweils vollständig bezahlt und abgeschrieben wurden! Dieser Posten frisst zurzeit rund 1,3 Mia Franken des Armee-Budgets weg und ist damit ähnlich hoch wie die gesamten Personal-Aufwendungen des VBS!
    Kein Wunder, ist im Armee-Budget der finanzielle Notstand ausgebrochen.
    Auf grössere Beschaffungen, namentlich auf ein Nachfolge-Kampfflugzeug, muss schon aus diesen Überlegungen heraus verzichtet werden. Sie sind schlicht unmöglich!
    Diese Zusammenhänge sind schön nachlesbar in der ASMZ Mai 2016, Seiten 40-41. Darin kündigt der Autor Oberst Olivier Savoy absolut richtig entweder ein (Zitat:) «Scheitern der WEA» an, oder (Zitat:) «die noch nicht umgesetzte WEA muss weiter reduziert werden». 
    Fazit: das VBS hat leider gar nichts im Griff.
    Und: unser Parlament inklusive seiner «Sicherheitspolitischen Kommissionen» befindet sich nach wie vor im Tiefschlaf. Alle schauen weg.

Was nun?

Für interessierte und einigermassen militärkundige Leser und Leserinnen empfehle ich die hervorragende Studie von Paul Müller aus dem Jahre 2014.
Paul Müller war/ist dipl. Physiker Universität Zürich, Divisionär aD, Unterstabschef Planung (1991-1997), Projektleiter Controlling Armee (1998-2000), Kommandant Felddivision 5 (2001-2003).
Leider wurde seine sorgfältige Analyse von sämtlichen mit dem Thema beschäftigten Personen und Organisationen nahezu komplett ignoriert.
Eine breit abgestützte Diskussion über die Neukonzeptionierung der Armee fand bekanntlich nie statt. Kritische Stimmen wurden unterdrückt, vor allem innerhalb des VBS.



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Vollenweider Willi

Willi Vollenweider